Samstag, 11. November 2017

1. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer aus Arrode

Heute vor 99 Jahren war der erste große Schrecken des letzten Jahrhunderts also vorbei: Der 1. Weltkrieg. Für mich ein Grund, mal wieder die Namen einiger Wertheraner Kriegsteilnehmer zu posten, dieses Mal aus dem Ortsteil Arrode.


(aus: "Das Kirchspiel Werther und der Krieg von 1914-18")
Nachname, Rufname, Beruf, Hausnummer, Dienstzeit, Dienstgrad 
Anführungsstriche (") kennzeichen Brüder.)

Beckmann, Gustav, Landwirt, Nr. 26, 1916-1918, Landsturm

Bergmann, Wilhelm, Arbeiter, Nr. 41, 1915-1920, Landsturm

Blase, Gustav, Zigarrenarbeiter, Nr. 5, 1914-1918, Sergeant

Bleikamp, Wilhelm, Arbeiter, Nr. 27, 1914-1918, Fahrer

Bleikamp, Wilhelm, Uhrmacher, Nr. 22, 1916-1918 (gefallen), Musketier

Böckstiegel, Peter August, Kunstmaler, Nr. 4, 1915-1919, Schütze

Brockmann, Heinrich, Maurer, Nr. 57, 1916-1918, Landsturm

Brünger, Heinrich, Zimmermann, Nr. 28, 1915-1928, Flieger

Bültmann, Gustav, Maurermeister, Nr. 33, 1914-1918, Sergeant

", Florenz, Ziegeleiverwalter, Nr. 33, 1915 (gefallen), Landsturm

", Julius, Kassengehilfe, Nr. 33, 1915-1918, Musketier

", Waldemar, Banklehrling, Nr. 33, 1918-1919, Musketier

Deuker, Hermann, Müller, Nr. 2a, 1916-1918, Landsturm

Dissmann, Friedrich, Bahnarbeiter, Nr. 37, 1914-1918, San.-Serg.

Esselmann, Heinrich, Fabrikarbeiter, Nr. 8, 1915-1918, Fahrer

Gaesing, Heinrich, Hammerschmied, Nr. 47, 1915-1918, Musketier 

Giesselmann, August, Landwirt, Nr. 12, 1917-1918 (gefallen), Fahrer

Guntenhöner, August, Schneider, Nr. 9, 1917-1919, Pionier

", Hermann, Landwirt, Nr. 9, 1915-1918, Musketier

Heidemann, Gustav, Maurer, Nr. 31, 1914-1918, Unteroffizier 

", August, Schneidermeister, Nr. 32, 1914-1918, Unteroffizier

Horstkotte, Heinrich, Kinstenmacher, Nr. 41, 1915-1918 (gefallen), Arm.-Sold.

Husemann, Gustav, Fabrikarbeiter, Nr. 26, 1914-1918, Gefreiter

Imrecke, Wilhelm, Arbeiter, Nr. 28, 1914-1918, Fahrer

Kerksiek, Wilhelm, Arbeiter, Nr. 26, 1914 (gefallen), Wehrmann

Kirchhoff, Gustav, Schneider, Nr. 48, 1914-1918, Fahrer

" , Karl, Schneider, Nr. 48, 1915-1918, Gefreiter

", Wilhelm, Schuhmacher, Nr. 48, 1916-1919, Musketier

Künstler, Gustav, Schlosser, Nr. 12, 1914-1915 (gefallen), Musketier

", Emil, Schlosser, Nr. 12, 1917-1919, Gefreiter

Landwehr, Heinrich, Fabrikarbeiter, Nr. 42, 1914-1918, Sergeant

Landwehr, Karl, Zigarrenfabrikant, Nr. 49, 1914-1915, Landwehrmann

Lees, August, Maler, Nr. 47, 1915-1918, Flieger

Leweke, Adolf, Zuschneider, Nr. 41, 1914-1918, Kanonier

Marx, Hugo, Arzt, Nr. 19, 1914-1915 (gefallen), Batl.-Arzt

Möller, August, Landwirt, Nr. 6, 1915-1916, Gefreiter

Niemann, Heinrich, Fuhrknecht, Nr. 4a, 1914-1917 (gefallen), Grenadier

", Georg, Arbeiter, Nr. 4a, 1914-1919, Grenadier

Niemann, Gustav, Schneider, Nr. 4a, 1916-1919, Kanonier

Oberwittler, Wilhelm, Neubauer, Nr. 3a, 1914-1918, Wehrmann

Redeker, Heinrich, Maurer, Nr. 52, 1914-1918 (gefallen), Feldwebel

Redeker, August, Landwirt, Nr. 6a, 1914-1918, Gefreiter

", Gustav, Landwirt, Nr. 6a, 1915-1917 (gefallen), Musketier

Reiking, Heinrich, Landwirt, Nr. 23, 1915-1919, Rekrut

Röper, Hermann, Landwirt, Nr. 16, 1914-1918, Vizefeldwebel

", Heinrich, Eisenbahnbeamter, Nr. 16, 1914-1918, Oberm.-Maat

Schäffer, Heinrich, Matrose, Nr. 44, 1914-1915 (gefallen), Matrose

", Wilhelm, Maurer, Nr. 44, 1915-1920, Musketier

", Theodor, Tischler, Nr. 44, 1916-? (vermisst), Musketier

Schröder, Wilhelm, Müller, Nr. 2, 1916-1918 (gefallen), Grenadier

Spengemann, Heinrich, Landwirt, Nr. 38, 1915-1918, Landsturm

", Wilhelm, Landwirt, Nr. 38, 1915-1917 (gefallen), Grenadier

Stute, Heinrich, Landwirt, Nr. 12, 1916-1918, Musketier

Sussiek, Eduard, Landwirt, Nr. 5, 1915-1918, Trainsoldat

Sussiek, Heinrich, Maurer, Nr. 43, 1914-1919, Gefreiter

Tebbe, Heinrich, Fabrikarbeiter, Nr. 40, 1914-1917, Landwehrmann

Thorlümke, Heinrich, Arbeiter, Nr. 15, 1917-1919, Musketier 

Tubbesing, Heinrich, Müller und Händler, Nr. 7, 1914 (gefallen), Landwehrmann/Reservist

", Wilhelm, Arbeiter, Nr. 7, 1914-1919, Beamt-St.

Uffmann, August, Zigarrensortierer, Nr. 46, 1915-1918, Grenadier

", August, Installateur, Nr. 45, 1914-1918, Musketier

Vogel, Hermann, Schuhmacher, Nr. 27, 1916-1918, Schütze

Vollmer, Wilhelm, Lehrer, Nr. 21, 1914-1918, Vizefeldwebel

", Heinrich, Tischlermeister, Nr. 21, 1915-1917, Pionier

", Hermann, Kaufmann, Nr. 21, 1916-1918, Grenadier

Wiegmann, Ewald, Kutscher, Nr. 15, 1917-1920, Musketier

", Heinrich, Kutscher, Nr. 15, 1914-1918, Pionier

", Gustav, Maurer, Nr. 15, 1916-1919, Unteroffizier

Wittenberg, Heinrich, Maurer, Nr. 51, 1917-1918, Landwehrmann

Wulfmeier, Peter, Bahnarbeiter, Nr. 7, 1914-1917, Landsturm

Das sind, in leicht modifizierter Form, die Angaben, die sich im Anhang des oben genannten Buches finden lassen. Modifiziert deshalb, weil ich zwei Arroder gefunden haben, die in ebenjenem Anhang gleich doppelt auftauchten. Entweder hatte der ursprüngliche Ersteller dieser Aufstellung ein paar Konzentrationsprobleme, oder aber man hat es mit der Genauigkeit eben nicht so genau genommen, was natürlich einen unschönen Schatten auf das gesamte Buch werfen würde... für die Richtigkeit übernehme ich also keine Gewähr.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Die Verknüpfungslust des Genealogen

Im Moment schlafe ich jeden Abend über einer neuen Biografie ein, die jemand namens Frank Schäfer über Henry David Thoreau geschrieben hat und die ich hier in Halle in der Bücherei gefunden habe. Normalerweise halte ich ja einen gewissen Abstand, wenn ein Deutscher meint, einen Amerikaner analysieren zu können, aber hier hat immerhin der Suhrkamp-Verlag sein Geld investiert, so dass ich dachte, es könne ja nicht schaden, wenigstens mal ins Buch hineinzuschauen - zumal es mich nichts kostet. Bei Biografien ist es ja Standard, auch ein paar Worte über die Vorfahren, zumindest aber über die Eltern des zu Biografierenden, zu verlieren. Das macht Herr Schäfer auch: 200 Jahre werden auf einer knappen Seite (nämlich auf Seite 23 von 242) abgehandelt.

Auf dieser einen Seite bin ich über einen Satz gestolpert:

"Man muss bei genealogischen Kausalzusammenhängen vorsichtig sein - sie beweisen ja vor allem die Verknüpfungslust des Interpreten -, aber es ist doch zumindest bemerkenswert, dass einige der charakteristischen Merkmale Thoreaus (...) auf die eine oder andere Weise in seiner Ahnenreihe bereits präfiguriert zu sein scheinen." 

Ich war baff: Ich wusste noch gar nicht, dass es genealogische Kausalzusammenhänge gibt! Ich dachte immer nur, es gibt entweder Kausalzusammenhänge oder aber es gibt keine, und jetzt auch noch genealogische! Wieder was gelernt!

Und mal ganz abgesehen davon: Nur weil ein Ereignis ohne ein anderes, zeitlich davor liegendes, nicht eingetreten wäre, bedeutet das noch lange nicht, dass dieses Ereignis komplett davon abhängt. Wenn man so will: Es kann immer gut sein, dass einem das Leben dazwischen kommt. Im Herbst 1993 durfte ich mich ausführlich während meiner ersten Strafrechtsvorlesung mit dieser Thematik auseinander setzen. Ich bin also darauf getrimmt, mich mit Ursache und Wirkung zu beschäftigen. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb mir diese sprachliche Ungenauigkeit so dermaßen auf die Nerven gegangen ist, dass ich mich sogar hier darüber auslasse.

Der zweite Punkt, und wahrscheinlich auch der wichtigere, ist doch, dass der liebe Herr Schäfer uns Forschern hier eine gewisse "Wird-schon-so-sein"-Mentalität unterstellt. Und das ärgert mich!

Bei einigen, die nicht sauber arbeiten, dürfte Herr Schäfer durchaus richtig liegen. Das bedeutet aber nicht, dass man hier so verallgemeinern darf. Ich für meinen Fall hoffe jedenfalls inständig, dass ich Zusammenhänge, die ich nicht beweisen kann, aber für durchaus möglich halte, als These kenntlich mache. Und dass ich niemals Fakten übersehen werde, die gegen die Wahrheit dieser jeweiligen These sprechen.

Im Grunde sollte man diesen einen Satz aber auch nicht zu ernst nehmen: Wenn man ihn nämlich bis zu Ende liest, dann merkt man, dass sein Verfasser hier seiner eigenen Verknüpfungslust nicht widerstehen konnte. Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Tatsache, dass Thoreaus Vorfahren im Jahr 1685 als Hugenotten aus Frankreich vertrieben worden waren, etwas mit seinem betriebswirtschaftlichen Desinteresse, mit seinem Hang, sich in seinen Texten zu verfransen und seiner Tendenz, die Überarbeitung seiner Essays teilweise um Jahre aufzuschieben, zu tun hat...

Inzwischen habe ich etwas mehr als die Hälfte des Buches geschafft und bin schon ungefähr zehn Mal darüber eingeschlafen. Ich weiß noch nicht, ob ich es zu Ende bringen werde; wahrscheinlich werde ich anfangen, querzulesen. Das liegt aber nicht nur daran, dass Herr Schäfer meint, seine Ausführungen immer wieder durch den Gebrauch von den Textfluss erheblich störenden Fremdwörtern aufwerten zu müssen (das "präfiguriert" im Zitat oben ist ein schönes Beispiel dafür).  Mich stört eher, dass nichts durch Quellen untermauert wird und im Anhang auch nur ein paar Gesamtdarstellungen als Sekundärliteratur angeboten werden).

Mir fehlt da einfach was... wahrscheinlich werde ich mir heute Abend also mal wieder Thoreau selbst schnappen. Über "Walden" bin ich nämlich auch schon einige Male ins Land der Träume herübergeschlummert...!




Samstag, 21. Oktober 2017

Familienforschung und Patchworkfamilien

Wenn wir mal etwas genauer darüber nachdenken, dann sind Patchworkfamilien keine Erfindung der letzten paar Jahre - es ist nur so, dass wir erst seit ein paar Jahrzehnten einen Namen dafür gefunden haben. 

Gehen wir doch einfach mal in Gedanken 200 Jahre zurück. Eine "normale" Familie. Vater, Mutter, Kinder. Nehmen wir an, die Mutter stirbt bei der Geburt ihres fünften Kindes im Kindbett. Was macht der Vater? Logisch, er kann allein seine Kinderschar nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten (vor allem logistischer Natur) versorgen, also sucht er sich nach angemessener Zeit eine neue Ehefrau. Wenn diese Ehefrau dann ihrerseits auch noch Kinder mit in die Ehe bringt, dann haben wir im Grunde genau das, was wir heute als "Patchworkfamilie" bezeichnen. Der einzige Unterschied ist, dass wir heute nicht mehr sofort heiraten (müssen), weil sich das Gesellschaftsbild insoweit verändert hat, als man nicht mehr schief angesehen wird, wenn man nicht sofort den Weg zum Standesamt antritt.

Oder eine andere Konstellation: Ein Ehepaar nimmt, sei es aus ideellen oder finanziellen Gründen, ein Pflegekind bei sich auf, und zwar nicht nur kurzfristig, sondern über Jahre. Patchwork.

Wie behandelt man also solche Patchworkfamilien in der Familienforschung? 

Für mich ist das einer der Fälle, in denen es kein Richtig oder Falsch gibt, aber wenn man sich wirklich für die Lebensumstände seiner Vorfahren interessiert und nicht nur für die bloßen Geburts- und Sterbedaten, dann sollte man sich auch mit denjenigen auseinandersetzen, die im selben Haushalt gewohnt haben, mit denen der Vorfahr aber selbst nicht blutsverwandt war. Gut, diese Auffassung kann bei mir auch damit zusammenhängen, dass ich mit einem anderen Familienbegriff sozialiert worden bin als die meisten meiner Vorfahren, aber hauptsächlich geht es mir doch darum, ein möglichst vollständiges Bild vom Leben derjenigen Personen zu bekommen, die ich gerade erforsche. Nehmen wir an, im ersten Beispiel oben wäre meine direkte Vorfahrin eben jenes fünfte Kind, bei dessen Geburt die Mutter stirbt. Die Familie, in der sie aufwachsen wird, besteht aus ihrem Vater, der Stiefmutter und den Stiefgeschwistern. Wenn mit diesen Stiefgeschwistern etwas passiert, sei es Tod durch Unfall oder Krankheit, oder meinetwegen auch die Auswanderung über den großen Teich mit der Wahrscheinlichkeit, den anderen nie wieder zu sehen, würde meine Vorfahrin dann einfach bloß mit den Schultern zucken und sagen, "Ach, betrifft ja nicht mich, ist ja nur meine Stiefschwester..."? Ich glaube nicht.

Und das ist für mich das schlagende Argument, zumindest ansatzweise auch nach denjenigen zu suchen, die mit meinen Vorfahren unter einem Dach lebten.

Eine Patchworkdecke lebt davon, dass ihr Anblick nur durch die einzelnen Stücke vollständig wirkt. Insofern ist der Ausdruck "Patchwork" eigentlich ganz treffend - bei Familien ist es genauso.

Mittwoch, 27. September 2017

Eine ungewöhnliche Totgeburt

In den Wertheraner Sterberegistern des Jahres 1926 findet sich ein relativ merkwürdiger Eintrag:

"ein totes Kind, dessen vorherrschendes Geschlecht nicht festgestellt werden konnte"

Ich dachte zuerst, ich hätte mich verlesen. Hatte ich aber nicht. Aber dieser Eintrag gibt mir doch zu denken - wie kann das sein?



Die erste Möglichkeit wäre, dass es sich um ein Frühchen handelte. Das ist aber eher unwahrscheinlich, denn die äußeren Geschlechtsmerkmale lassen sich beim Fötus schon ab der 15. Schwangerschaftswoche erkennen, wie mir Wikipedia erklärt. Also noch vor dem Zeitpunkt, in dem eine Mutter die Bewegungen ihres Kindes spüren kann (Quelle: Wieder Wikipdia. Da kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen). Das Kind müsste also noch vor der 15. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen sein.

Gegen diese Theorie spricht auch, dass erst seit ein paar Jahren totgeborene Kinder mit einem Gewicht unter 500 Gramm überhaupt ins Personenstandsregister eingetragen werden können. Seinerzeit galt zwar noch das "Reichsgesetz über die Beurkundung des Personenstands und die Eheschließung" von 1875 fort, aber auch da findet sich keine Regelung darüber, was denn nun genau unter dem Begriff "Geburt" zu verstehen ist. Fielen Frühgeburten auch darunter? Gab es damals auch Verwaltungsvorschriften, die so etwas geregelt hätten?

Noch ein Punkt spricht gegen die Frühchen-Theorie: Das Kind kam im Krankenhaus zur Welt. Wenn es sich um tatsächlich um eine Frühgeburt in einem so frühen Stadium handelte, dann wäre sie wahrscheinlich eher zu Hause passiert als im Krankenhaus.

Die zweite Möglichkeit: Das Kind hatte sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale. 
Das ist die Theorie, die ich für plausibel halte. Damals hätte man wohl von "missgebildet" oder "Zwitter" gesprochen, heute heißt es ganz neutral "intersexuell". Intersexualität kommt übrigens öfter vor, als man meinen sollte; Schätzungen gehen in Deutschland von 0,1 % bis 0,2 % der Bevölkerung aus (genaue Zahlen gibt es wohl nicht). Demnach wäre ungefähr jeder Tausendste oder sogar jeder Fünfhundertste betroffen. Intersexualität muss auch nicht schon bei der Geburt auffallen, denn es gibt durchaus zum Beispiel Kinder, die mit eindeutig männlichen Geschlechtsteilen geboren werden, aber trotzdem auch Eierstöcke besitzen.

Ich nehme also an, dass man bei dem kleinen Würmchen hier auf den ersten Blick sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsteile erkennen konnte. Anders kann ich mir den Eintrag nicht wirklich erklären. Falls jemand eine andere Erklärung hat, dann kann er/sie auch gerne einen Kommentar hinterlassen.

Ach ja, eine Sache noch:

Normalerweise erwähne ich in meinen Posts hier ja auch immer die Personalien der Betroffenen. In diesem Fall hier kenne ich sie natürlich auch, verzichte aber darauf, sie hier öffentlich zu machen, und zwar aus einem ganz logischen Grund: Dieses Kind wurde 1926 geboren; es kann also durchaus sein, dass es noch jüngere Geschwister hat, die noch am Leben sind. Deshalb: Wer wissen will, um welche Familie es hier geht, der kann ja ganz einfach selbst nachgucken...

Donnerstag, 21. September 2017

Veranstaltungshinweis: Die Reformation in Westfalen

Diesen Flyer hier habe ich eben in meinem Briefkasten gefunden:
An sich finde ich das Thema höchst interessant, aber mein Forschungsschwerpunkt liegt eben nicht im 16. Jahrhundert, so dass ich wohl schweren Herzens verzichten werde. Im Moment bin ich froh über jedes Wochenende, an dem nichts anliegt, und hier ist es ausgerechnet das lange Wochenende mit dem Reformationstag als zusätzlichem Feiertag und Allerheiligen.

Der Vollständigkeit halber hier aber trotzdem noch das Programm:

Anmeldungen bis zum 13. Oktober an den LWL .

Mittwoch, 20. September 2017

Wir haben mal wieder die Wahl

... im Gegensatz zu vielen unserer Vorfahren! Wenn wir also am Sonntag unseren Umschlag in die Wahlurne werfen, um über die Zusammensetzung unseres Parlamentes zu bestimmen, dann ist das ein Moment, in dem wir etwas tun, das die meisten unserer Vorfahren sicherlich sehr gerne getan hätten.

(Für mich ist das schon Grund genug, tatsächlich meine Stimme abzugeben, obwohl ich auch diejenigen verstehe, die zum Beispiel den Wahlzettel großzügig durchstreichen und "alle nicht wählbar!" oder ähnliches draufschreiben. Mein Verständnis endet aber bei denen, die überhaupt nicht vom Sofa hochkommen und sich dann hinterher beschweren, dass sie ja keiner gefragt habe...)

Für uns Familienforscher ist das eine Gelegenheit, um mal kurz inne zu halten und sich zu fragen, ob wir denn wissen, was unsere Vorfahren denn so gewählt haben. Oder haben sie sich vielleicht sogar wählen lassen? Gehörten sie einer Partei an (die Frage der Parteizugehörigkeit sollte sich schließlich nicht auf die NSDAP beschränken)? Oder einer parteinahen Organisation (ich denke da zum Beispiel an Arbeitervereine)? Oder schwangen sie gerne Stammtischreden?

Ich gebe zu, dass es schwierig ist, hier Quellen zu finden, um die Annahmen, von denen wir vielleicht ausgehen, belegen zu können. Ganz unmöglich ist es aber nicht. Ich denke da zum Beispiel an Tagebücher, in denen jemand entweder seine eigene politische Haltung festgehalten oder die eines anderen kommentiert hat (à la "Vater hat mal wieder die KP gewählt, so wie immer"). Oder an Mitgliederlisten von Ortsvereinen.

Wer weiß, was da nicht noch alles in Archiven schlummert?

Frage an alle: Welche Erfahrungen habt Ihr schon mit solchen Quellen gemacht? Wo findet man was? 

Dienstag, 19. September 2017

Asche auf mein Haupt!

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich hier seit beinahe zwei Monaten nichts mehr gepostet habe.

Könnte auch daran liegen, dass ich zwischendurch im Urlaub war, und zwar hier: 


Am Beech Hill Pond in Maine!

Es ist aber nicht so, dass wir die ganze Zeit nur am See herumgelungert hätten - in Maine gibt es auch das hier: 

Unser Besuch galt aber (leider?) nicht dem Maine State Archive, sondern dem Maine State Museum. Für alle, die mal zufällig nach Augusta kommen: Das Museum ist wirklich gut! Ich war in den letzten 22 Jahren drei Mal dort, und ich würde es mir (in ein paar Jahren) auch noch ein viertes Mal angucken!

Soviel also zur kreativen Pause. Die hatte ich auch dringend nötig... ;-) Aber jetzt wird man hier wieder öfter von mir hören!